Norwegen

Unsere Route führte von Oslo, wo unsere Fähre anlegte, über Lillehammer zunächst nach Norden nach Dombas und schließlich Andalsnes. Von hier aus ging es weiter über dei Trollstigen nach Alesund und zur Vogelinsel Runde. Von hier aus fuhren wir zum Briksalbreen, danach über Hellesylt dann mit der Fähre durch den Geirangerfjord nach Geiranger. Die nächsten Stationen waren Lom, Voss und schließlich Eidfjord. Nach einem Abstecher über die Hardangervidda setzten wir uns nach Süden an die Küste bei Kristiansand ab, von wo aus wir über Grimstadt dann wieder Oslo erreichten.

Das Wetter präsentierte sich wechselhaft, an den meisten Tagen regnete es mindestens einmal. Trotzdem konnten wir alle Touren und Wanderungen machen, die wir uns vorgenommen hatten, allein aus fotografischer Sicht wäre ein bißchen mehr Sonne einfach schön gewesen. Eine kleine Warnung an Familien mit Wanderambitionen: die Reiseführer Norwegens und die örtlichen Prospekte haben eine ganz andere Vorstellung eines "Wanderweges", wie wir. Eine "Familientour" in der Hardangervidda führte uns acht Stunden über einen "Weg", der zu einem Drittel als solcher nicht existent war, sondern direkt durch das Moor führte. Hier mußten wir uns einen Weg um Moorseen und -tümpel bahnen und waren am abend sehr stolz auf unsere Kinder, das sie das mitgemacht und geschafft hatten. Ein anderer "leicht begehbarer Wanderweg" das Tal entlang zum Vöhringfossen verlief über die Hälfte der Strecke durch Geröllfelder der Erdrutsche und Abbrüche der letzen Jahre. Von anderen Urlaubern erfuhren wir, dass auch der "Genussweg" zum Prekestolen eine steinige Gerbirgs-Klettertour war und für Kinder unter 12 Jahren praktisch ungeeignet. Nicht, dass man überall und immer nur befestigte, wagenbreite Wanderwege sehen möchte, aber eine ehrliche Einschätzung von Seiten der Reiseführer und der örtlichen Informationstafeln würde die Planung erleichtern und bei Familien mit Kindern auch Frustrationen vermeiden.

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